Canggu – eine Mischung aus balinesischer Kultur und Surfer-Lifestyle

Schuppdiwupp, hier bin ich wieder. Bevor es erneut ein paar Fotos und einen weiteren Bericht zu Bali gibt, wie auch das letzte Mal ein kurzes Update.

Meinen Zug nach Mumbai hätte ich beinahe verpasst. Ich hatte die Zeit etwas zu knapp kalkuliert. Und was einem in Indien ohne weiteres passieren kann, ist seinen Zug zu verpassen, obwohl man bereits am Bahnhof ist. 🙂 Glücklicherweise funktionierte die Anzeigetafel, glücklicherweise wechselte die Anzeige ziemlich schnell von Hindi auf Englisch und glücklicherweise dauerte es nur ein paar Sekunden und mein Zug wurde angezeigt. Nun wusste ich auf welchem Gleis er ankommen würde. Ich mach das ja selten, aber ich stellte mich dieses Mal nicht hinten an die Schlange an, welche vor der Sicherheitskontrolle stand. In Indien werden alle Tüten, Taschen, Beutel, Rucksäcke, Koffer und auch Personen einmal durchgescannt, bevor sie die Metro oder den Bahnhof betreten dürfen. Ich kürzte also gewaltig ab und drängelte mich an fast der Hälfte der Wartenden vorbei. Also ganz der indischen Mentalität folgend. ;-D Ein paar Inder hatten sich vor mir noch in die Haare bekommen und ich dachte nur so: ‚Oh mein Gott, bitte nicht jetzt!‘ Doch zum Glück haben sie sich schnell wieder einbekommen und ich konnte meinen Rucksack und kleinen Koffer aufs Band befördern, nach dem Scan gleich wieder einsammeln, Slalom um die wartenden Massen laufen, Treppenstufen rauf- und wieder runterrennen und zum Gleis stürzen. Und das alles mit Gepäck. Die geplante Abfahrt und meine Ankunft glichen einander oder vielleicht war ich sogar eine Minute zu spät, genau weiß ich das nicht mehr. Ich war atemlos und schweißgebadet, das weiß ich noch. Und ich war glücklicherweise am richtigen Gleis. Sicherheitshalber habe ich zweimal nachgefragt. Ich war da, der Zug noch nicht. Auf die indische Bahn ist Verlass. Der Zug kam ungefähr eine halbe Stunde später und wir starteten mit einer Verspätung von ca. 45 oder 50 Minuten. Ich fand meinen Waggon, ich fand meinen Sitz, ich verstaute mein Gepäck darunter, ich atmete durch, alles war gut. 🙂

Die Zugfahrt nach Mumbai verlief völlig problemlos. Insgesamt hat sie 23,5 Stunden gedauert. Wir hatten also nur 2 Stunden Verspätung. Für indische Verhältnisse waren wir also mehr als pünktlich. 😀 Rund 10 Stunden hab ich tief und fest geschlafen. 3 bis 4 gelesen und vor mich hingedöst. Lesen ist eher schwierig, da es sehr schaukelt und wackelt und daher die Buchstaben und Worte nicht still stehen, was nach einer Zeit zu anstrengend wird. Die restliche Zeit habe ich aus dem Fenster geschaut. Wir rasten eher so im Schneckentempo daher, doch 80 oder 90 Sachen hatten wir auch ab und zu mal drauf. Und ja in Mumbai hat es geregnet, die Wiesen und Felder kurz vor der Millionenstadt standen unter Wasser und alles war mehr oder weniger ein riesiger See. Doch auf den Straßen in dem Viertel, in welchem ich mich bewegte, fand ich Platz zum Treten zwischen den mal kleineren und größeren, mal tieferen und mal nicht so tiefen Pfützen. Auch habe ich relativ schnell einen Rickshawfahrer gefunden, welcher mich zu meinem Hostel fuhr. Das zu finden war wiederum nicht so einfach. Doch die dritte Person, welche wir nach dem Weg gefragt hatten, war glücklicherweise der Hostelbesitzer selber. Und somit lief alles seinen Gang. Da ich mich sehr gut mit ihm verstand, gingen wir noch in einem seiner Lieblingsrestaurant zusammen essen – mein letzes indisches Abendbrot. Ich habe es sehr genossen. 🙂

Auch am nächsten Vormittag plauschten wir noch ein wenig und dann half er mir eine Riskshaw zu den Eltern meines Freundes zu organisieren. Leider war Prateek selber nicht da, doch seine Eltern hatten mich zum Mittag eingeladen. Seine Mutti hat super lecker gekocht und so genoss ich mein letztes hausgemachtes indisches Mittagessen. Ich sammelte meine Sachen ein, mein Hochzeitsoutfit vom letzten Dezember, bekam auch noch ein kleines Geschenk, eine Kette mit Ohringen, und dann brach ich auf zum Flughafen. Ich hatte mehr als genug Zeit und trotz strömenden Regens waren wir super fix da. Doch leider brachte mich der Taxifahrer zum verkehrten Terminal – mein Versehen. 😀 Ja, ich flog nach Bangkok, doch mit Zwischenstopp in Kolkata. Da war also noch nix mit internationalem Flughafen. Nein, ich musste natürlich erst zum nationalen. Dem guten Grenzbeamten vor der Tür, welcher meinen Ausweis und mein Ticket auch verhältnismäßig lange überprüft hatte, ist dies nicht aufgefallen. Er erwiderte nach der Kontrolle nur mein breites Grinsen und ließ mich passieren. Der Flug stand nicht auf der Anzeigetafel – natürlich. Also machte ich mich auf zur Information. Mir dämmerte ganz langsam, dass ich nicht richtig war, was der Informationsmensch auch bestätigte – natürlich. Ich suchte den gleichen Eingang, in dem ich reingekommen war, wie empfohlen und erklärte meine Situation. Auch hier traf ich auf den richtigen Menschen. Er checkte noch einmal die Papiere und half mir sogar ein Taxi zum anderen Terminal, welcher ca. 4 km entfernt war, zu finden und handelte ebenso den Preis mit dem Fahrer für mich aus. Hier schienen heute alle gut gelaunt zu sein. 😀 Ein paar Minuten später kam ich am richtigen Terminal an und hier war sogar ein Schild am Eingang postiert, auf dem geschrieben stand, dass man aus Sicherheitsgründen den Flughafen nicht mehr verlassen darf, wenn man ihn einmal betreten hat. Ja Gott sei Dank, war ich dieses Mal richtig und ich war sehr froh, dass doch alles so gut gelaufen ist. Ich hatte immernoch sehr viel Zeit bevor ich mein Gepäck einchecken konnte. Ich verkrümmelte mich in ein Café, trank einen viel zu teuren Cappucchino und buchte auf die schnelle noch einmal einen Flug um. Das habe ich auch noch nie gemacht. Andi und Sandra wollten mich eigentlich in Surat Thani abholen, doch Andi hatte einen Zahnarzttermin in Nakhon Si Thammarat und somit flog ich kurzerhand mal dort hin. Letztendlich hat alles geklappt. Alle drei Flüge waren pünktlich und nach weiteren fast 20 Stunden bin ich dann doch etwas KO an meinem Ziel angekommen. 🙂

Die nächsten insgesamt vier Wochen verbringe ich in Khanom, an der Ostküste Thailands. Khanom befindet sich so ziemlich in der Mitte des Landes auf Höhe Phuket, nur auf der anderen Seite. Bei den Schweizer Freunden hatte ich bereits den gesamten Januar verbracht. Sie hatten mich gefragt, ob ich Lust hätte ihr Grundstück mit Haus und Garten sowie ihre Hunde und Katzen zu versorgen wenn sie für zwei Wochen in Indien sind. Und ja, ich hatte Lust. Es passte zeitlich auch sehr gut, da Dan genau in diesen Wochen seinen ersten 30-tages Meditationskurs absolvieren wollte. Und nun bin ich hier und seit ein paar Tagen ganz allein mit Haus und Hof und den fünf Rabauken. Ich werde berichten. 🙂

Soweit zum Update. Aber nun noch einmal auf nach Bali. Nach den 14 Tagen in Uluwatu, haben wir uns ein wenig weiter Richtung Norden bewegt. Genauer gesagt Nordosten. Unser nächstes Ziel hieß Canggu. Ein kleiner Ort in dem die Uhren wie auch im Süden sehr gemächlich ticken. Auch hier haben die Balinesen ein Lächeln im Gesicht und grüßen freundlich. So etwas wie Stress schien es auch hier nicht wirklich zu geben. Canggu ist eine tolle Mischung aus Western Style und balinesischer Kultur. Essenstechnisch ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabai. Es gibt zahlreiche Cafés und Restaurants mit mexikanischer (Burritos), amerikanischer (Burger & Pommes) und italienischer (Pasta & Pizza) Menukarte. Es gibt vegetarische und sogar vegane Restaurants,  Smoothies, frische Fruchtsäfte und gute Cappucchinos. Doch auch die kleinen, lokalen und meist preiswerteren Warungs mit indonesischer Küche sind gut besucht.

Auch in Canggu blieben wir weiterhin in Strandnähe. Gleich am ersten Abend machten wir einen Strandspaziergang und wurden von einem wunderschönen Sonnenuntergang willkommen geheißen. Im Gegensatz zu den weißgelben Stränden in Uluwatu war der Sand hier noch feinkörniger und vor allem grau bis schwarz. Sehr schön anzusehen und zu spüren. Der Strand war sehr weit und breit. Felsen und hohe Steilküste gab es hier eher nicht mehr. Noch immer auf der Seite des offenen Meeres, waren hier ebenso wie im Süden die Surfer zu Hause. Vor allem am Strand zeigte sich die mehr touristischere Seite des sonst eher ruhigeren Örtchens. Hier findet man Bars, Restaurants und Beach Clubs inklusive Beach Parties sowie Beach Beer und/oder vielleicht härteren Sachen. Ich wünsche dem kleinen ehemaligen Fischerdörfchen, dass es seinen Charme nicht an einen aufkommenden Massentourismus verliert. Aber noch ist alles gut. Wie auf Bali allgemein verlaufen sich hier noch die Touristen und es ist noch Platz für alle da. Wenn man wie Dan und ich kein Interesse an den Strandclubs inklusive Parties und zu vielen Menschen hat, meidet man das Gebiet einfach und fertig.

Auch in Canggu machten wir mehrere Strandspaziergänge. Ich finde es sehr toll den Wellen zu lauschen und den Sand unter meinen Füßen zu spüren. Außerdem ist irgendwie immer was los. Sehr häufig trifft man Strandhunde, welche hier Zuhause sind und sich somit ihre Streicheleinheiten bei dem einen oder anderen Touristen abholen. Die Hunde auf Bali sehen sehr lustig aus. Sie sind knuffig, aber etwas unproportioniert. Wer auch immer da die Hände im Spiel hatte: der Kopf ist normalerweise zu groß und die Füße zu kurz. 😀

Die Strände Balis laden auch zum Heiraten ein – wer hätte das gedacht!? 😉 Die Paare werden in Stellung gebracht und der Fotograf knippst ambitioniert die Bilder oder die Willigen werden mit Blick aufs Meer getraut. Die Bürokratie welche man überwinden muss, um auf Bali zu heiraten ist enorm – ein unglaublicher Kraftakt. Daher sei auch diesen Paaren der perfekte Tag ihres Lebens im perfekten Outfit und mit perfekten Bildern am Strand gewünscht. Sie haben es verdient. 🙂 Aber zum Thema Heiraten komm ich nochmal an anderer Stelle – irgendwie, irgendwo, irgendwann. 😀

Ein paar Schritte weiter konnten wir eine Gruppe Jugendlicher beobachten, welche einen Drachen hat steigen lassen. Wie aufregend! Das Drachenfliegen hat auf Bali eine lange Tradition und man sieht täglich manchmal bis zu 25 Stück am Himmel stehen. Ich fand es auf jeden Fall spannend, solch ein Fluggerät nun mal von der Nähe aus betrachten zu können.
Vergesst das Bild, welches gerade von einem Drachen in eurem Kopf erscheint. Ich, zumindest für meinen Teil, habe in meinem Leben noch nie einen so großen gesehen. Die Drachen Balis können eine Länge von 4 Metern und eine Breite von 2 Metern aufweisen. Manchmal sieht man sie nur als kleinen Punkt am Himmel. Sie können auf unglaubliche 100 m Höhe aufsteigen – auch wenn manche höher schienen.
Auf Bali einen Drachen steigen zu lassen ist echte Teamarbeit. Nicht nur um ihn in die Lüfte zu bringen auch hinsichtlich seiner Entstehung. Klar, es gibt die Riesen auch fertig zu kaufen, doch von der Konstruktion bis zum Bau mit Bambusholz und Bananenblättern und das Bespannen und Bemalen des Tuches in den Farben der Götter ist in manchen Familien und sogar in manchen Dörfern noch immer ein gemeinsames Ereignis und Tradition. Hier glauben die Menschen, dass ihre Drachen nur dann im und mit dem Wind tanzen, wenn die Götter, Menschen und die Natur in Harmonie miteinander verbunden sind. Dieses Gleichgewicht stellt auch im Allgemeinen ihre Quelle für ein glückliches Leben dar. In einem jährlich stattfindenen internationalen Dachenfestival feiern hunderte balinesische Dörfer die Stellvertreter der Götter und Glücksbringer. In Wettbewerben tritt man gegeneinander an und nutzt diese Tage um Erfahrungen auszutauschen und von Profis noch den ein oder anderen Trick zu lernen. Ich weiß nicht wie weit bzw. hoch es der Drachen von den Jugendlichen am Strand geschafft hat, aber Spaß hatten sie auf jeden Fall. 🙂

Neben Hunden, Brautpaaren und Drachen, gibt es am Stand auch Tempel – natürlich, wie überall auf Bali. Auf der Insel der 20.000 oder mehr Tempel gibt es kein Fleckchen mehr auf dem keiner steht, was den Strand mit einschließt. Einer der wichtigsten in der Gegend und auf Bali allgemein befand sich ganz in unserer Nähe. Nach nun fast drei Jahren Asien steht der Besuch von Tempeln bei mir nicht mehr ganz so an oberster Stelle. Doch wir hatten einen Scooter gemietet und dieser fuhr irgendwie zum Ticketschalter und Eingang der Sehenswürdigkeit. Ich hatte mir zuvor ein paar Bilder bei Google angesehen und so verkehrt fand ich ihn nicht. Also entschieden wir uns selber ein Bild zu machen und passierten die Schranke.

Der Tanah Lot Tempel sitzt auf einer Felsspitze in mitten des Meeres, daher auch der Name in Übersetzung: „Land in mitten des Meeres“. Es ist ein noch genutzter hinduistischer Tempel, welcher nur Gläubigen zugänglich ist . Nach ein paar Treppenstufen auf dem Felsen ist für Touristen also Schluß. Die wichtigsten Gottheiten Balis leben in den Tempeln an den Bergen der Insel. Die Bedeutung der Tempel am Meer liegt eher in der Abwehr der Dämonen des Meeres.

Unter dem Felsen enspringt eine Süßwasserquelle, der heilende Kräfte zugesagt werden und welche von einem Priester bewacht wird. Gegen eine kleine Spende kann man sich die Hände und/oder das Gesicht waschen oder sogar einen kleinen Schluck trinken. Auch von Priestern bewacht und ebenso gegen eine kleine Spende, kann man sich die heiligen Schlangen zeigen lassen, welche gegenüber vom Tempel in den Felshöhlen leben. Da wir einen heiligen Fluss mit heiligem Wasser in unserer Nähe hatten und ich auch schon Schlangen in freier Wildbahn erleben durfte, machten wir um beides einen großen Bogen.

So gut gemeinte Tipps wie: besuchen sie den Tempel gleich früh am morgen, dann hat man das Gelände noch für sich allein, oder bei Sonnenschein und bei Flut für schöne Fotos, blieben nur gut gemeint. Als wir ankamen war mehr oder weniger Ebbe und Zeit für den Sonnenuntergang, was Hauptbesucherzeit ist und dies wiederum Menschenmassen bedeutet. Aufgrund von Ebbe konnte man dem ganzen Getummel etwas entkommen und den kurzen Standabschnitt entlanglaufen, was wir auch taten. Hinsichtlich des Wetter habe ich das Beste daraus gemacht. Unser spätes Eintreffen, das fehlende Licht, das relativ spät hereinrauschende Wasser und die leichte grau-in-grau Tönung erschwerte die Aufnahme spektakulärer Fotos. 🙂 Da war also nix mit im Meer untergehender glutroter Sonne, welche den Tempel in ein wunderschönes Abendrot taucht. Doch Grau hat auch seinen Charme und dank der kilometerdicken Wolkendecke konnte ich zum Ende des Aufenthaltes ein paar Langzeitaufnahmen machen. Und das Meer in Langzeit abzulichten macht auch viel Spaß! 😀 Die Kamera gibt eine Verschlußzeit von maximal 30 Sekunden her, welche ich auch verwendete. Dafür positionierte ich sie auf einem Stein und versuchte beim Halten weder Ein- noch Auszuatmen. Und zum Abend hin, wurde aus dem Grau dann doch noch ein zartes Pinkisch bis Blauviolett. Auch kommen die Bilder in schwarz/weiß meines Erachtens gut. Aber seht gleich selber. Zusammenfassend kann ich sagen, es war doch recht nett, sobald wir Massen an Restaurants and Touri-Läden hinter uns gelassen hatten, welche so eine Attraktions leider mit sich bringt.

Aber nun verlassen wir den Strand, jedoch nicht den Hinduismus und die Tempel. In unserem Homestay in Canggu hatten wir die Möglichkeit einer Familientempelfestlichkeit beizuwohnen. Jede hinduistische Familie auf Bali hat einen eigenen Familientempel. Daher wird Bali auch die Insel der 10- oder 20.000 Tempel genannt, ganz kann ich mich nicht mehr erinnern. Tatsache ist, es gibt unzählige Tempel auf diesem kleinen Fleckchen Erde. Entweder ist der Familientempel ein kleinerer Tempelkomplex oder in manchen Fällen gibt es wirklich „nur“ einen einzelnen Tempel. Die Familie in unserer Unterkunft hatte erstgenanntes und sogar gleich zwei davon – also zwei Tempelkomplexe und diese hatten Geburtstag, welcher hier alle halbe Jahre gefeiert wird – zumindest der Familientempelgeburtstag. Und dieser Festlichkeit durfte ich mit meiner Kamera beiwohnen. Schon Tage zuvor hatte die Besitzerin angefangen die kleinen Körbe und, ich nenn es mal so lapidar, andere Dekorationen herzustellen. Und dann kommt ein Priester mit einer Glocke (ausgerechnet an diesem Tag lag Dan mit Migräne im Bett) und seine Frau oder eine Priesterin oder die Pristerassistentin und es geht los. Wer die anderen teilnehmenden Personen waren weiß ich nicht, vielleicht Familie, Freunde und/oder Nachbarschaft. Doch vor allem die Frauen saßen zusammen, es wird gesungen, der Prister läutet ununterbrochen seine Glocke, es wird gebetet, geweiht, gesegnet und die Götter geehrt. Unmengen an kleinen und großen Körben mit Nahrungsmitteln wie Kuchen und Keksen, Früchten, Blumenblüten und Geld wurden in die Tempel getragen. Der Prister sitzt mal auf dem Boden und mal auf einem Tisch. Es gab sogar eine Situation in der die Hausherrin und ein anderer Teilnehmer in Trance gefallen sind. Das war auf jeden Fall sehr, ich würde sagen, komisch und interessant gleichermaßen. Beide mussten gehalten und gestützt werden, damit sie nicht umfallen und sie riefen irgendetwas aus und es schien als weinten oder klagten sie. Es sah auf jeden Fall als ein sehr intensives Ereignis für beide aus. Eine weitere wichtige Komponente von Anfang bis Ende ist heiliges Wasser, mit welchen man alle Tempel, das zu Weihende und alle Beteiligten gespritzt. Hinsichtlich dieses Ereignisses waren wir also am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Solch eine Feierlichkeit hautnah miterleben zu dürfen war für mich wirklich etwas besonderes.

Aber nun entlasse ich euch in die Fotos. Ich gebe mir Mühe in 7 bis 10 Tagen den nächsten Bericht zu veröffentlichen. Ich finde die Idee gar nicht so verkehrt immer mit einem Update zu beginnen und dann noch von etwas Erlebtem zu berichten. Ich hoffe ihr seid alle gesund und munter! Eine dicke Umarmung aus Thailand an euch alle.

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