… und noch ein Blog … :-)

Da mir Hape Kerkeling mit seinem Titel „Ich bin dann mal weg“ zuvorgekommen ist, habe ich meinen Blog ganz unspektakulär „Nancy-auf-Reisen“ genannt. In jeder Hinsicht ist es mein Ziel auf Reisen zu gehen.

Ich habe in einem Weltreise-Blog gelesen, dass man sich die Frage beantworten sollte, warum man mehrere Monate seine Heimat verlassen möchte. Ich bin kein Freund von Fragestellungen, die mit „Warum“ beginnen. Aber natürlich habe ich eine Idee davon, warum ich diese Reise antreten werde.

Neben den Aspekten mich auf fremde Kulturen und Menschen einzulassen, mein Englisch zu verbessern, mich intensiv mit Fotografie zu beschäftigen, die Seele baumeln zu lassen, Zeit zum Nachdenken und in-mich-hinein-horchen zu haben, einfach mal dem Lauf der Dinge zu folgen, ohne Termine und Verpflichtungen einhalten zu müssen, möchte ich bewusst meine Komfortzone, in der es doch recht gemütlich geworden ist, verlassen und herausfinden, was noch in mir steckt und wo meine ganz persönliche Reise noch hingehen kann.

Wie lange so etwas dauert? Keine Ahnung. Allen die mich gefragt haben, wie lange ich vor habe wegzubleiben bzw. wann ich wiederkommen möchte, habe ich geantwortet: „In etwa einem halben/dreiviertel Jahr bzw. so lange mein Erspartes reicht“. In der Tat kann ich nicht einschätzen wann mein Kontostand mich zwingen wird die Heimreise anzutreten. Das ist auch etwas, was ich auf mich zukommen lasse (n muss). Und „Ja“ lautet auch die Antwort auf die zweithäufigste Frage. Auch wenn es natürlich eine Momentaufnahme ist, so ist es mein Bestreben Wiederzukommen. Deutschland ist mein Heimatland und Leipzig meine (wunderschöne 🙂 ) Heimatstadt, welcher ich mich sehr verbunden fühle. Und auch wenn sich viele von euch, die mich sehr gut kennen, dauerhaft nicht außerhalb Deutschlands vorstellen können, wisst ihr auch, dass bei mir immer alles möglich ist. Ich werde mir in den nächsten Monaten jede Option offen halten und gucken was auf mich zukommt. Ich entziehe mich bewusst jeglichem Druck, auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass Eltern, Großeltern und jedem, dem ich wichtig bin, nicht viel Wahl bleibt und sich Gedanken in Form von Sorgen äußern.

Auch wenn die ganze Aktion natürlich auch für mich sehr aufregend ist und so langsam ein Bauchkribbeln beginnt, habe ich keinerlei Angst, dass mir etwas passieren könnte. Ihr wisst, dass ich so vernünftig bin „keine Angst vor etwas zu haben“ nicht mit leichtsinnigem Handeln zu verwechseln. In den letzten Monaten habe ich sehr oft gehört, dass ich mutig bin und sich viele diesen Schritt nicht trauen würden. So richtig mutig fühle ich mich nicht. Ich habe nur diesen, wenn auch zugegeben für viele von euch wahrscheinlich ungewöhnlichen Weg gewählt, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

Ich kann noch nicht sagen, in welcher Form es mir gelingt diesen Blog regelmäßig mit Erlebtem zu füllen. Es ist jedoch mein Bestreben euch an meiner Reise teilhaben zu lassen. Und dies in Form von kurzen und längeren Texten, Fotos und vielleicht auch dem ein oder anderen Video. Auch habe ich noch keine Idee davon, ob es reine Schilderungen des Gesehenen werden oder ob ich auch meine tiefergehende Gedankenwelt hier „verewigen“ werde. Dies alles ist für mich ein Experiment, an dem ich alle Menschen, die mir wichtig sind, meine Familie, meine Freunde, ehemalige Arbeitskollegen, nahe und ferne Bekannte und jeden der Lust und Laune hat teilhaben lassen möchte.

Also möge das Abenteuer beginnen, welches, wenn es nicht so läuft wie geplant, auch in wenigen Wochen wieder zu Ende sein kann und wenn es läuft wie geplant, ich nächsten Sommer wieder in Deutschland anzutreffen bin. Daher eine Bitte an die jüngere, mit mir verwandte und mit dem Internet verbundene Generation, meine geposteten Einträge an die etwas ältere, mit mir verwandte aber nicht mit dem Netz verbundene Generation, auf dem Laufenden zu halten und bei eventuellen Treffen den ein oder anderen Beitrag zu zeigen. 🙂

Ich liebe Sprüche, daher endet mein erster Blogeintrag auch mit einem:

„In zwanzig Jahren wirst Du mehr enttäuscht sein von den Dingen, die Du nicht getan hast, als von den Dingen, die Du getan hast. Also wirf die Leinen los. Verlasse den sicheren Hafen. Lass den Passatwind in Deine Segel wehen. Erforsche. Träume. Entdecke.“ – Marc Twain

7 Kommentare

  1. Liebe Nancy, jetzt hast du bereits Einblicke in deine Gedankenwelt gewährt und das lässt deine Erlebnisse besser teilen. Toll, das du das machst. Ich empfinde mich eher zur nicht-netz-gebundenen Generation zugehörig (das ist übrigens eine interessante Einteilung) und so direkt habe ich noch keinen Blog mitverfolgt, deshalb ist das auch für mich eine neue Erfahrung. Dann bist du jetzt quasi eine Bloggerin. Ich wünsch dir viele, schöne Momente und gute Erfahrungen. Viele Grüße aus der Heimat, Jörg

  2. Meine liebe Nancy…heute war es so weit, der Augenblick des Abschied nehmen ist gekommen. 11.11uhr fuhr dein Zug vom Leipziger Hauptbahnhof nach Frankfurt. Deine lieben Eltern und ich konnten diesen Moment mit dir teilen. Deine Reise beginnt…. wie aufregend.
    Abschied von dir zu nehmen viel uns allen ganz schön schwer und natürlich war es auch sehr tränenreich.
    Meine Gedanken sind heut den ganzen Tag bei dir!
    Ich hoffe ganz sehr das du gesund und munter wieder zurück kommst. Ich wünsche dir eine bewegende Reise…viel Zeit für dich selbst…das du deine eigene innere Ruhe und ganz ins Innere zu dir selbst findest. Ich freue mich auf großartige Fotos und Erfahrungsberichte von dir. Pass auf dich auf….ich hab dich sehr lieb.
    Deine Tina

  3. Liebe Nancy!
    Möge dein Abenteuer beginnen! Schön, dass du uns ein bisschen „mitreisen“ lässt. Ansonsten freue ich mich schon auf deinen Besuch 🙂

    Liebe Grüße
    Anne

  4. Hey liebe Nancy, schöne Zeilen, die Du geschrieben hast.
    Eine ganz tolle Zeit wünsche ich Dir! Ich bin auf Deine Reiseberichte, Fotos etc. gespannt. 😉
    Meine Emailadresse folgt.
    Lieben HH-Gruß! Merle

  5. Liebe Nancy,
    da hab‘ ich mal wieder was verpasst – auch wenn du bei unserem Treffen davon sprachst, auch mal längere Zeit auf Reisen zu sein. Jetzt ist es also soweit. Ich wünsche Dir wunderbare und einzigartige Momente und bei allem gutes Gelingen und ja, auch Gottes Segen. Und freue mich, hier von dir und deinen Erlebnissen zu lesen. Also: TOI TOI TOI und einen guten Start! Wo geht es den nals Erstes hin?

    Liebe Grüße
    Birte

  6. Ich wünsche dir eine wunderschöne Reise- nicht zuletzt zu dir selbst <3 Und ich gehöre zu denen, die deinen Mut bewundern. Es gehört sehr viel Mut dazu, das gewohnte, Geliebte hinter sich zu lassen- selbst wenn es für eine begrenzte Zeit ist.
    Meine Gedanken begleiten dich von Bremen aus und ich freue mich auf deine Einträge 🙂
    Alles Liebe,
    Kat

    P.S.: Ein wunderschönes Zitat!!!

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